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Mehr als Marathon - positives Echo

Das Anleitungsbuch für den Ultramarathon "Mehr als Marathon. Wege zum Ultralauf", das im November 2013 erschienen und im Frühjahr 2014 in zweiter Auflage gedruckt worden ist, hat in der Laufszene ein durchweg positives Echo gefunden. Der Band ist völlig neu konzipiert und enthält nur wenige Passagen des 1985/86 erschienenen zweibändigen Titels "Mehr als Marathon". Er ist sehr viel persönlicher gehalten und berücksichtigt vor allem die neuere Entwicklung des Ultramarathons. Breiten Raum nimmt die psychologische Vorbereitung ein. Eindeutig bekennt sich der Autor zu vollwertiger Ernährung  und den Verzicht auf Sportgetränke, Gels und Nahrungsergänzungsmittel.  "Mehr als Marathon" enthält eine ausführliche Geschichte des Laufens, insbesondere des Laufens über lange Distanzen. Der Band ist im Sportwelt-Verlag erschienen und auch beim Autor erhältlich (laufenundleben@t-online.de).  Der Preis beträgt 17,95 €.

Auszüge aus Besprechungen (oder Eitelkeits-Orgie!)

Werner Sonntag gehört zu der Generation, die das Ultra-Laufen in Deutschland überhaupt erst salon- bzw. wettbewerbsfähig gemacht hat. Mit 339 Mararathons, davon 147 Ultras, zählt er zu den ganz erfahrenen Ultra-Urgesteinen. Trotz allem erklärt er - sympathisch bescheiden - sein Buch "Mehr als Marathon - Wege zum Ultralauf" nicht zum Trainingsbuch für den Ultralauf. Er stellt sogar in Frage, ob man überhaupt universelle Ultra-Trainingspläne aufstellen könne. Sein Buch soll sich einfach als Handreichung von Amateur zu Amateur verstehen ("Ich bin ein ,Jedermann'"). Sonntag mag sich trotz seiner vielen Erfolge beim Laufen als Amateur sehen, aber beim Schreiben ist er Profi. Dass hier nicht einfach ein Läufer ein Buch geschrieben hat, sondern dass ein erfahrener Autor und Redakteur gearbeitet hat, spürt man ab der ersten Zeile. Der Leser hält hier ein hervorragend recherchiertes Fachbuch in den Händen, das seine Quellen (wie z. B. Ernst van Aaken) kritisch hinterfragt.
                                                                                                                                                                                                              Das Pulsmesser

Dass man darin keine Trainingspläne findet, der Autor sich weigert, Trainingskompetenz vorzugaukeln, sich auf Trainingsanleitungen beschränkt, verschweigt er nicht. Doch was heißt das?  Es soll angehende Ultraläufer zu mehr als Marathon hinführen, sei nicht für die Elite des Ultramarathons, so Werner Sonntag. Mit Verlaub, hier muß ich widersprechen und behaupte, dass es sehr wohl selbst für die Besten der Besten im Ultramarathon ein lehrreicher Lesestoff ist. Ja, Lesestoff! "Oh, ein richtiges Buch", so der erste Eindruck von Mehr als Marathon. 266 Textseiten, nur unterbrochen von 12 Seiten mit Schwarz-Weiß-Fotos in der Mitte. Längst sind wir gewöhnt, dass Laufbücher mit vielen bunten Abbildungen, bevorzugt von Fotomodellen, deren Schweiß in der Maske aufgetragen wurde, mit überschaubaren Tabellen und von Farbschattierungen aufgefangen und geführt, uns das Lesen, enauer das Schauen, erleichtern. Fast ungeschminkt, ohne Auflockerungen und ohne Leerräume präsentiert sich Mehr als Marathon. Als bekäme man nichts geschenkt. Doch ist dieser erste Eindruck falsch. Denn der Leser wird reichlich belohnt.
                                                                                                                                                                                             Walter Wagner in LaufReport

Was mir vor allem zu Beginn des Buches sehr gut gefällt: "Wem Konkurrenzdenken im Sport eher fernliegt, ist auf der Ultrastrecke am rechten Platz." Ja, es sind offene und selbstorientierte ZeitgenossInnen - die Ultraläuferinnen. Mit sich selbst zurechtkommen, mit den eigenen Ressourcen haushalten und dem Nächsten unter die Arme greifen... all das habe ich bereits mehrmals in Ultra-Community beobachten können. Werner Sonntag bestätigt das alles mehrfach in seinem Buch und liefert dazu auf den Punkt gebracht die Erklärungen, warum es so ist.
                                                                                                                                                                                                                        runningzuschi

Für mich kam das Buch genau zur richtigen Zeit, da ich inzwischen nicht mehr so große Ambitionen habe, die Distanzen bis hin zum Marathon auf immer neue Bestzeiten zu laufen. Vielleicht nicht sofort, aber doch auf absehbare Zeit, würde ich schon gerne das Tempo verringern und dafür die Distanzen ausbauen. Und genau für solche Läuferinen und Läufer  ist das Buch geschrieben.
                                                                                                                                                                                                                              startblog

Was bei "Mehr als Marathon" auch sehr konsequent durchgezogen ist: der Autor versucht überall, die wirklich ultraspezifischen Aspekte herauszuarbeiten. Während fast alle Laufbücher der jüngeren Vergangenheit ein Kapitelchen übers Ultralaufen enthalten, kommen sie fast nie über eine oberflächliche Schilderung hinaus. Auch hier ist Werner den meisten Autoren-Kollegen voraus, indem er sich nicht mit Marathon-Weisheiten aufhält, sondern immer das Besondere des Ultras sucht und sehr oft auch findet und trefflich beschreibt. Das Besondere des Ultras fängt aber lt. Werner erst deutlich jenseits der 50km-Einstiegsdistanz an - ganz meine Meinung.
                                                                                                                       Norbert Mandry auf der Website der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung

Das Wichtigste ist gesagt: Das Buch ist ein Volltreffer! Das gleich vorweg: Ich bin kein Ultraläufer, kann mir aber nach der Lektüre des Buches gut vorstellen, einer zu werden. Ich kenne Werner Sonntag und kann ganz gut einschätzen, dass sein neuestes Werk ehrlich und authentisch verfasst ist - mehr noch: Werner Sonntag wird aufgrund seiner langen Ultralauf-Karriere das meiste, worüber er berichtet, am eigenen Leibe laufend erfahren haben. Insofern ist sein Leitsatz, dies sei das Buch eines Praktikers für die Praxis (vgl. S. 141), eine besondere "Gebrauchsanweisung", wenngleich die wissenschaftliche Expertise, die Sonntag den Kapiteln immer wieder klug beimischt, nicht geleugnet werden soll. Sie klärt Zusammenhänge für die geneigte Leserschaft gewinnbringend auf (vgl. dazu das mehrseitige Literaturverzeichnis).

                                                                                                                                                                               Prof. Dr. Detlef Kuhlmann in "Spiridon"

Fast 50 Jahre Lauferfahrung, 147 gefinishte Ultraläufe und ein großes Repertoire an Wissen rund um den Laufsport - das macht den Läufer Werner Sonntag zu einem Ultralauf-Experten. Sein Wissen gibt er begeisternd in seinem neuen Buch "Mehr als Marathon" weiter. Ein Werk, in dem Interessierte wertvolle und praktische Tipps für ihr ganzheitliches Training, ihre Renntaktik und Ausrüstung nachlesen können.
                                                                                                                                                                                                                                Laufsport

Sehr praxisbezogen erklärt der Autor, welche Voraussetzungen man für einen Ultramarathon mitbringen oder erwerben muss. Die Ausrüstung ist dabei das geringste Problem, wiewohl das Buch auch da einige Tipps bereit hält. Auf Trainingspläne wird aus gutem Grund verzichtet; dafür wird auf die psychologische Vorbereitung großer Wert gelegt. Der Autor ordnet den Ultramarathon wie das Laufen überhaupt in den Lebenszusammenhang ein. Er vertritt daher Ansichten, die gemeinhin nicht in Laufbüchern zu finden sind, insbesondere eine vollwertige Ernährung und der Verzicht auf Sportgetränke und Präparate. Eine ebenso umfangreiche wie lebendige Darstellung der Laufgeschichte zeigt zudem, dass das Laufen ultralanger Strecken keine Erfindung der Gegenwart ist.                                                                                                                                                                                     sportiv

Im Buch "Mehr als Marathon - Wege zum Ultralauf" geht es genau um diese Faszination des langen Laufens. Es gibt im Buch keine fertige Anleitung oder Trainingspläne, dafür bietet es aber viel Wissen über das Laufen auf langen Laufstrecken. In mehreren Kapiteln werden meist sehr tiefgründig verschiedene Themen behandelt. So wird erläutert, was eigentlich ein Ultramarathon ist und weshalb Läufer erwägen, überhaupt einen Ultramarathon zu laufen. Hier merkt man schnell die Begeisterung des Autors, Werner Sonntag, zur gesamten Thematik.
                                                                                                                                                                                      Heiko Wache in Blog Sport Verlag

"Ultralaufen istein stark emotionaler Sport", so Sonntag. Wie wahr (und zwar injederHinsicht). Genau das ist es auch, was viele daran so sehr reizt. Die allerwenigsten sind reine Leistungsläufer, sondern es geht ihnen viel mehr um das Erlebnis, um das Bewältigen einer bestimmten Strecke, um das Erreichen eines Zieles. Die erzielte Zeit steht für einen Ultraläufer gar nicht so sehr im Mittelpunkt ihres Tuns. Die Gründe hierfür sind recht vielfältig. Sonntag nennt etwa das Älterwerden oder den Verlust an Schnelligkeit. Da ist man bei den Ultras gut aufgehoben. Die Teilnehmerfelder sind kleiner, familiärer, das Konkurrenzdenken ist (mal abgesehen von den ganz Schnellen) nicht so stark ausgeprägt. Dies spricht viele an. Allerdings muß man die "Emotionalität" auch aushalten können. Nicht jeder ist dafür geschaffen. Auch das macht Sonntag eindrücklich klar.
                                                                                                                                                                                                      Nicole Benning in laufticker

Ein einzigartiges Buch, das die Erfahrung aus 339 Marathons und Ultraläufen enthält, die Härte, aber auch die Machbarkeit des Ultralaufs zeigt, ohne strikte Vorschriften Lust aufs Ausprobieren macht. Wer zu einem Ultramarathon aufbricht, muss sich über seine Motivation klar werden und auf eine Krise während des Laufs vorbereitet sein. Dabei kann es für manche sogar leichter sein, einen Ultamarathon als einen Marathon zu laufen. Und gerade für Frauen bietet die Ultralangstrecke eine grosse Chance - auch ohne Wettkampfambitionen.
                                                                                                                                                                                                                             100km.ch

Obwohl ich "nur 66 Marathon und keinen Ultra gelaufen bin" und nicht wie der Autor 339, darunter 147 Ultras, liest sich das Buch von einem erfahrenen Könner seines Fachs Laufen äußerst interessant - auch für Nicht-Ultras.
                                                                                                                                                                                                       Bayerische Laufzeitung

Noch Ziele für das nächste Jahr offen? Warum dann nicht einmal über einen Ultramarathon nachdenken. Bei dieser Distanz werden andere Dinge wichtiger als die Endzeit, der Körper reagiert extremer. Ein Ultralauf kann schwerer sein als ein Marathon, er kann aber auch leichter sein. Interessante Einblicke für all jene, die mit dem Gedanken spielen, ihre Grenzen neu auszuloten.
                                                                                                                                                                                                                         aktiv Laufen

1985/86 war er der erste Autor im deutschsprachigen Raum überhaupt, der in seinen zwei Bänden "Mehr als Marathon" außergewöhnlich detailliert die wertvollsten Tipps zum Finishen der Ultramarathondistanz beschrieben hat - eine ideale Hinführung für angehende Ultraläufer. Beinahe 30 Jahre sind vergangen, und inzwischen gibt es zwar mehrere Bücher zum Ultralauf, doch Werner Sonntag hat mit seinen Werken die Basis dafür gelegt und sein Fachwissen auch selbst ständig vertieft. Was in den 80er Jahren noch als exotisch galt, hat sich im Laufe der Zeit zur Normalität gewandelt: So selbstverständlich, wie der Marathon heute in der Medienlandschaft präsent ist, hat auch die Ultramarathon-Szene sich rasant entwickelt und zählt eine wachsende Anhängerzahl. Wenn man unter Marathonis über zukünftige Wettkampfpläne plaudert, erlebt man bei fast jedem eine starke Motivation, Geist und Seele, zumindest ein Mal bei einem Ultralauf, möglichst gar bei den legendären 100 Kilometern von Biel, herauszufordern. Unter Ultramarathonläufern wiederum ist Werner Sonntags Buchtitel "Irgendwann mußt du nach Biel" inzwischen ein geflügeltes Wort!  In der ambitionierten Ultramarathonszene gibt es sicher niemanden, der Werner Sonntags Bücher nicht kennt, und/oder ihm nicht schon bei der einen oder anderen Ultralaufveranstaltung begegnet ist. In unserer ständig wachsenden Ultramarathongemeinschaft ist Werner eine lebende Legende, eine Institution, eine Koryphäe. Von ihm ein Buch zu lesen, ist eine Bereicherung nicht nur für das Hobby, sondern fürs Leben.
                                                                                                                                                                                    Natalia Gamm-Fuchs in amazon.de

Wer mit dem Gedanken spielt, jemals in seinem Leben an einem Ultra-Marathon teilzunehmen, sollte zu diesem Buch greifen. Der Autor Werner Sonntag ist eine Koryphäe auf seinem Gebiet. Mit über 300 Marathon- und Ultramarathon-Läufen kennt er die Szene wie kein Zweiter. In diesem Buch breitet er seinen Wissensschatz aus fast 50 Jahren Lauferfahrung aus: Was ist eigentlich ein Ultramarathon und was die Motivation dazu? Welche Voraussetzungen benötigt man dafür, welche Ausrüstung, wie sieht es mit der richtigen Ernährung aus und wie wichtig ist die mentale Stärke? Sonntag beantwortet diese und zahlreiche weitere Fragen anschaulich und mit vielen Beispielen unterlegt. Und obwohl ich selbst schon zahlreiche Ultraläufe absolviert habe, überraschte mich das Buch als kurzweilige Lektüre mit vielen neuen Aspekten, Anregungen und einem großen Motivationsschub. Und wer denkt, Ultralauf sei eine Erfindung von abgedrehten Extremsportlern, der wird im Kapitel "Die lange Geschichte des langen Laufens" mehr als einmal erstaunt innehalten. Kurzum: "Mehr als Marathon ist DAS Basiswerk für jeden Ultraläufer - und alle, die es werden wollen.
                                                                                                                                                                                              Iris Hadbawnik in amazon.de

Weitere 8 Fünf-Sterne-Beurteilungen in amazon, aber auch die beiden folgenden:

Das Buch beinhaltet lediglich ein Farbbild auf der Umschlagseite (das mit dem Inhalt nichts zu tun hat), der Rest ist in schwarz/weiß gedruckt mit auf 12 Seiten zusammengefassten schwarz/weiß Fotos. Bücher in dieser Qualität werden normalerweise unter 10 € gehandelt. Hier hat sich der Verlag gar keine Mühe gegeben. Der Inhalt bezieht sich vorwiegend auf die Ultralaufhistorie und auf die Psychologie des UIltralaufens. Zum Kapitel Historie werden interessante Geschichten erzählt, die teilweise so noch nicht veröffentlicht wurden, finde ich sehr gut. Im Kapitel Psychologie werden alle Aspekte behandelt, oft bis zur Haarspalterei, aber auch gut. Es hat viel Mühe und Zeit gekostet sich durch dieses Buch durchzukämpfen. Der Text ist überwiegend pseudointellektuell geschrieben, teilweise aber auch banal. Der Gesamtinhalt bietet meiner Meinung nach wenig hilfreiche Informationen, weder für Anfänger noh für fortgeschrittene Läufer.
                                                                                                                                                                                          runner in amazon.de (3 Sterne)

Über die Expertise von Herrn Sonntag muss man nichts weiter berichten, er ist unwidersprochen eine Instanz. Und trotzdem hat mich - neben allem Positiven von dem die anderen Rezensenten berichten - das Buch ein Stück weit enttäuscht. Zuvorderst hat mir das Buch das ernüchternde Gefühl vermittelt, Ultra zu laufen, sei vor allem eine Beschäftigung für Alte. So richtig die Intention von Herrn Sonntag auch sein mag, ältere Läufer zu motivieren, so wenig ist es nötig, auf jeder zweiten Seite zu erklären, dass man diesen Lauf oder jene Strecke auch noch mit 70 schaffen kann. Zudem ist der gesamte Bericht gekennzeichnet von der Frustration, dass Ultra-Läufer über viele Jahre nicht anerkannt, ja gar belächelt und verspottet wurden. Das Läuferleben von Herrn Sonntag hat dadurch sicher eine Prägung erfahren, jedoch sind die Zeiten heute andere. Der dritte Punkt, den ich bemängle ist, dass das Kapitel "Die lange Geschichte des langen Laufens" extrem lang ist. Über 60 Seiten wird dort ausgerollt, wer seit der Antike von wo nach wo gegangen oder gelaufen ist oder sein könnte. Das Kapitel könnte auf ein Drittel gekürzt werden und der Leser würde keine Information vermissen. Um so bedauerlicher, dass das folgende und für mich kaufentscheidende Kapitel "Wo zum erstenmal starten" auf gerade einmal sieben Seiten abgehandelt wird. Wenn jemand von dem Schlage eines Herrn Sonntag ein Buch schreibt, dass sich ausdrücklich an Ultra-Einsteiger richtet, hätte er gut daran getan, seine Leser an seinem enormen Fundus an Erfahrungen teilhaben zu lassen. 
                                                                                                                                                                                 Nils Niehörster in amazon.de (2 Sterne)

Zweifelhafter Gebrauch von "Mehr als Marathon"

In der Werbung für das Buch von Wolfgang Olbrich, "Handbuch Ultralauf"  ist neuerdings als Untertitel "Mehr als Marathon" in Klammern zu lesen, der Titel meines Buches. Wer sich darüber wundert, dem sei eine kurze Erklärung gegeben.

"Mehr als Marathon" ist der von mir gewählte Titel eines Buches, des ersten deutschsprachigen über den Ultralanglauf, dessen beide Bände 1985 und 1986 im kurz zuvor gegründeten Meyer & Meyer Verlag, Aachen, erschienen sind. Nach Abgabe des Manuskripts hatte  ich zu meiner Verwunderung nichts mehr von dem Verlag gehört. Drängen wollte ich nicht. Erst als ich den Verleger auf der Buchmesse 1985 auf das Porjekt ansprach, überreichte er mir das bereits gedruckte Exemplar. Zu meiner Überraschung war auf der ersten Einbandseite der Untertitel "Handbuch für Ultralangläufer" auf "Handbuch für Langläufer" sinnentstellend verkürzt worden. Zudem enthielt der Band eine Anzahl von Fehlern (zum Beispiel das Inhaltsverzeichnis ohne Seitenzahlen), die vom Verlag zu verantworten waren. Eine Bitte um Entschuldigung ist mir zu keiner Zeit zuteil geworden. Nachdem auch ein bis auf Ttelbild und Verlagssignet unveränderter Nachdruck 1995 den falschen Untertitel "Handbuch für Langläufer" getragen sowie zwei neue Fehler auf der vierten Einbandseite enthalten hatte, erwirkte ich über einen Rechtsanwalt die komplette Trennung vom Meyer & Meyer Verlag. Der Verlag trug dem auch Rechnung, indem er die nun vergriffenen Bände nicht mehr auf seiner Website erwähnte und mich in der Liste der Autoren nicht anführte.

Um so überraschter war ich, als ich der Werbung entnahm, daß das Ultramarathon-Buch von Wolfgang Olbrich den Titel "Mehr als Marathon" tragen sollte. Auf meinen Einspruch bei Autor und Verlag wurde davon Abstand genommen. Ein Verlagsmitarbeiter fragte mich dann, ob ich Bedenken gegen den Titel "Handbuch Ultralauf" hätte; dies verneinte ich. "Mehr als Marathon" tauchte allerdings als Blase, eingeklinkt ins Titelbild, auf. Dies ließ ich durchgehen.

Nun aber nimmt "Mehr als Marathon" in Klammern in der Werbung für das "Handbuch Ultralauf" die Rolle eines Untertitels ein. Ungeachtet einer juristischen Bewertung möchte ich diese Handhabung zumindest als sittenwidrig im Verlagsgewerbe bezeichnen. Meine Leser werden jedoch sicherlich das echte "Mehr als Marathon" erkennen können.



Auf der Rennsteigwanderung 2015.  Haarsträubend: Hat irgend etwas meinen Zorn erregt?  Aufnahme: Foto-Team Müller 

Horst-Milde-Award: "Der (2014) 88jährige Journalist Werner Sonntag aus Ostfildern bei Stuttgart ist in Berlin mit dem Horst-Milde-Award ausgezeichnet worden. Sonntag gilt als ,Laufpionier' der ersten Stunde der modernen Laufbewegung in der Bundesrepublik Deutschland, der er bis heute aktiv und gestalterisch verbunden ist. Sonntag ist durch zahlreiche Veröffentlichungen (u. a. ,Irgendwann mußt du nach Biel') bekannt geworden. Der Award soll die Lebensleistung des Berliners Horst Milde für den Laufsport im kollektiven Gedächtnis unserer Zeit lebendig erhalten. Milde  hat wie kein anderer zuvor die Laufbewegung mit weltweiter Ausstrahlung in mehr als 50 Jahren aktiv mitgestaltet. Der Award wird vom Forum für Sportgeschichte, dem Förderverein des Sportmuseums Berlin, vergeben. Die ideelle Auszeichnung wurde anläßlich des 75. Geburtstages von Horst Milde 2013 ins Leben gerufen. Werner Sonntag ist der erste Preisträger. Er wurde in einer Feierstunde in Anwesenheit u. a. von Berlins Sport-Staatssekretär Andreas Statzkowski und Peter Hanisch, dem Ehrenpräsidenten des Landessportbundes Berlin, geehrt." (DOSB)